Die neun wichtigsten Punkte für agile Unternehmensorganisation

Agilitäts-Oeconomie

 

Wie es gelingt, Hierarchien abzubauen, Prozesse zu verschlanken, Innovationen zu fördern und Mitarbeiter zufriedener zu machen.

 

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Die Veränderlichkeit der Märkte und die Zunahme von Geschwindigkeit (Agilitätsökonomie) erfordert, dass alle Mitarbeiter denken und handeln wie Unternehmer. Das gilt insbesondere in wissensbasierten Unternehmen. Agilität und unternehmerische Entscheidungen benötigen aber flache Hierarchien und das Abgeben von Macht und Verantwortung. Nur dann können alle Mitarbeiter schnell Entscheidungen treffen.

Der Wandel vom Befehlsempfänger hin zum eigenverantwortlichen, sich selbst organisierenden „Unternehmer“ scheitert oft an den festen Strukturen im Unternehmen und im Kopf der Mitarbeiter. Daher haben wir die wichtigsten neun Punkte zusammengestellt, die notwendig sind für erfolgreiches unternehmerisches Handeln der Mitarbeiter.

Welche Fähigkeiten benötigen Teams, um eine  agile Unternehmensorganisation  zu ermöglichen?

 

1. Vertrauenskultur

Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Teams entsteht durch das Anerkennen der eigenen Schwächen und die Einordnung in das Kompetenzgefüge. Dies bildet die Basis für gemeinsame Lösungen. Die Vertrauenskultur ermöglicht Mitarbeitern, autonom zu handeln.

 

2. Autonomieverständnis

In einem problemorientierten und interdisziplinär besetzten Team arbeiten und dabei nach klaren Regeln selbstorganisiert und autonom handeln – diese Arbeitsweise fördert die Stärken des Einzelnen. Führungskräfte schaffen die Rahmenbedingungen für solches Arbeiten.

 

3. Verantwortungswille

Alle Projektbeteiligten tragen gemeinsam die Verantwortung für die Ressourcennutzung und die Qualität des Ergebnisses und teilen sich die gemeinsam errungenen Erfolge. 

 

4. Lernwilligkeit

Gelebtes „Build-Measure-Learn“ führt zum Hinterfragen der eigenen Vorstellungen und Vorgehensweisen und damit zu einer Öffnung für Impulse von außen oder innen. Ein Arbeiten in iterativen Prozessen garantiert ständiges Lernen.

 

5. Visionstreue

Die Organisation, das Team, jeder Einzelne muss die Ziele des Unternehmens verstanden haben und sich der Vision des Ganzen verpflichtet sehen. So entsteht ein Organismus aus Individuen und Teams, die für ein gemeinsames Ziel arbeiten.

 

6. Transparenz

Effektive Kommunikation in einer Gruppe, die sich in Bewegung befindet, wird nur durch klar verständliche Regeln und transparentes Handeln möglich. Moderne Kommunikationsmittel wie Social Media machen interne Kommunikation transparenter und beschleunigen Information und Abstimmungen.

 

7. Veränderungswille

Die Evolution schläft nicht. Eine agile Organisation erfordert den permanenten Willen zur Veränderung. Nur so gelingt es, spontan und schnell auf veränderte Situationen in dynamischen Märkten zu reagieren.

 

8. Fokussierung

Unter hohem Druck und sich stetig verändernden Rahmenbedingungen das Wichtige zu tun, gelingt nur demjenigen, der fokussiert Entscheidungen trifft.

 

9. Zieltreue

Die agile Organisation ist nur dann in der Lage, passgenaue Lösungen bereitzustellen, wenn sie stets den Kunden und sein Umfeld beobachtet und dessen Veränderungen antizipiert.

 

Fazit:

Ein agiles Unternehmen löst Posten und starre Positionen und damit die Sicherheit von Strukturen auf. Damit verteilt sich die Führungsaufgabe auf jeden Einzelnen. Ohne „Commitment for Leadership“ und klare Regeln in der Kommunikation fällt die agile Organisation in alte Muster starrer Hierarchien zurück.

 

Gründer und Top-Management sind gefordert, Unternehmertum zu leben und partizipatives Arbeiten über alle Ebenen hinweg zu ermöglichen. Wer agil sein will, muss „Leadership-Kompetenzen“ fördern und Macht abgeben.